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Grundsteuer b

Welche Grundsteuern gibt es eigentlich in Deutschland? Dies sind die:

• Grundsteuer a, sie wird für land- und forstwirtschaftliche Betriebe eingefordert
• Grundsteuer b, sie wird für alle anderen unbebauten oder bebauten Grundstücke berechnet

Die Grundsteuer a oder b wird allein aufgrund von Grundbesitz fällig und dies völlig unabhängig von den  Einkommensverhältnissen des Eigentümers. Grundsteuer wird zudem bei bebauten oder unbebauten Grundstücken von den Gemeinden erhoben, unterschiedlich ist lediglich die verlangte Höhe. Alle Eigentumsarten unterliegen der Grundsteuer, auch die Erbbaurechte.

Grundsteuer b nach dem Grundsteuergesetz

Sämtliche Eigentümer von Grundstücken in Deutschland unterliegen, nach dem Grundsteuergesetz der Steuerpflicht. Das Grundsteuergesetz kennt wie oben dargelegt nur die Unterscheidung in der Nutzung. Die Grundsteuern a oder b kassieren in der gesamten Höhe die Gemeinden, in denen sich das betreffende Grundstück befindet.

Die Höhe der Grundsteuer wird nach dem Wert der Immobilie gerechnet. Die Berechnung funktioniert in drei verschiedenen Schritten folgendermaßen:

  1. Das Finanzamt ermittelt zunächst den Einheitswert der Immobilie und als Ergebnis hieraus den Einheitswertbescheid. Der Einheitswert liegt unter dem tatsächlichen Verkehrs- oder Verkaufswert der Immobilie. Der Einheitswert basiert grundsätzlich auf den Wertverhältnissen zum 1.1.1964. Das ist die Basis nach dem Bewertungsgesetz und hierbei ist der Wert zusätzlich abhängig von der Grundstücksart, dem Baujahr der Immobilie und der Ausstattung (einfach, mittel, luxuriös).
  2.  Die Gemeinde, in deren Bereich das Grundstück liegt, erhält von diesem Einheitswertbescheid eine Kopie. Auf dieser Grundlage kann nun die Grundsteuerschuld berechnet werden.
  3. Die Gemeinden legen regional unterschiedliche Hebesätze fest. Dieser beträgt zum Beispiel in der Großstadt Berlin 810 % (Grundsteuer b) und in Krefeld/Rhld. lediglich 475 %. Die Grundsteuer wird nun im letzten Schritt durch die Formel Grundsteuermessbetrag aus dem Grundsteuermessbescheid x Grundsteuerhebesatz der Gemeinde ermittelt.

Die Gemeinde schreibt in der Regel vor, dass die angeforderte Grundsteuer vierteljährlich bezahlt werden soll von den Eigentümern. Dies ist ebenso bei den Gebühren für Wasser, Abwasser und die Gebühren der Müllabfuhr.

ützten Bauten haben den Rechtsanspruch auf Vergünstigungen bei der Grundsteuer. Dies ist eventuelle auch möglich, wenn Eigentümer den Grundbesitz gemeinnützig zum Wohl der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Wenn sie ihr Eigentum für einen Friedhof oder die Errichtung eines Krankenhaus zur Verfügung stellen, werden sie gänzlich von der Zahlung der Grundsteuer befreit.

Grundsteuer berechnen

Der gravierende Unterschied zwischen der Grundsteuer und der Grunderwerbsteuer ist, dass die Grundsteuer vom Grundstück laufend zu zahlen ist und die Grunderwerbsteuer nur beim Kauf einmalig anfällt. weiterlesen

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